AVAION Statement
Vor kurzem wurden schwere Vorwürfe gegen den Musiker und DJ „AVAION“ laut: Seine Ex Freundin warf ihm vor, sie sexuell missbraucht zu haben, betrogen zu haben und sprach über viele, weitere Dinge, auch im Bezug auf unsere Branche. Nun hat AVAION sein Statement veröffentlicht und bestreitet diese Vorwürfe. Zusätzlich erhebt er Vorwürfe gegenüber seiner Ex Freundin und spricht von Erpressung.
Das Video „Ich expose einen triple platin Musiker | UNZENSIERT“ hat in den letzten 13 Tagen 436.000 Aufrufe erzielt – der Inhalt klingt schockierend. Mit vielen Screenshots, Sprachaufnahmen und Beispielen erhebt die Dame im Bild schwere Vorwürfe gegen Christopher S. alias AVAION. Seitdem warten Fans und Kritiker auf das Statement der Gegenseite. Am 03. Mai war es dann soweit: Der DJ aus dem Süden der Republik bricht sein Schweigen und bestreitet die Vorwürfe wehement.
Seiner Darstellung zufolge sei er wiederholt unter Druck gesetzt worden: Die Beziehung sei über die Zeit in eine toxische Dynamik abgedriftet und darausfolgend eskaliert. Seine Ex Freundin soll ihn aufgefordert haben, seine Tour abzusagen und seine Karriere zu beenden sowie Geld zu zahlen und somit die Veröffentlichung des Videos zu verhindern. Auch soll sein Alltag von ihr stark kontrolliert worden sein durch Standortfreigaben, ständige Nachfragen und die Einbindung Dritter.
AVAION gesteht Fehlverhalten
Das Statement, welches ebenfalls über mehrere Plattformen gepostet worden ist, betont der Musiker, dass auch er Fehler in der Beziehung gemacht habe. Er gibt zu, gelogen zu haben und Situationen zu kontrollieren. Die schwerwiegendsten Anschuldigungen jedoch finden wenig Beachtung, was in den Kommentaren zu großer Kritik führt.
Seine Ex-Freundin gestand in einer Story, dass auch ihr Verhalten problematisch war, kündigt aber auch ein weiteres Video an, da ihrer Ansicht nach das Statement ihres Ex Freundes nicht der Wahrheit entspreche.
Damit stehen sich nun zwei komplett konträre Aussagen gegenüber: Ein akribisch ausgearbeitetes Video mit Screenshots und anderen Assets, welches schwere, lebensverändernde Verhaltensweisen gegenüber eine Frau anprangert und die ganz klare Bestreitung dieser Vorwürfe. AVAION spricht nun davon, die Vorwürfe juristisch klären lassen zu wollen, seine Ex Freundin hat auch bereits eine Unterlassungserklärung erhalten, diese sei jedoch sehr „schlampig“ ausgearbeitet worden zu sein.
Die Folgen für den Musiker sind aber schon jetzt real: Abgesagte Tour, zerbrochene Partnerschaften mit anderen Musikern und Absagen seitens Festivals. Um „einige Dinge“ zu verarbeiten, kündigt AVAION nun eine Pause an. Ob dies nur dazu dient, Gras über die Sache wachsen zu lassen oder er tatsächlich unschuldig ist, kann abschließend mit Sicherheit nur ein Gericht entscheiden.
Sexueller Missbrauch: Anlaufstellen
Wer von Missbrauch, Gewalt oder psychischen Belastungen betroffen ist, findet im deutschsprachigen Raum kostenlose und anonyme Anlaufstellen. In Deutschland ist die TelefonSeelsorge rund um die Uhr unter 0800 / 111 0 111, 0800 / 111 0 222 oder 116 123 erreichbar (Chat und Mail unter online.telefonseelsorge.de). Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ berät 24 Stunden unter 116 016, das Hilfetelefon Sexueller Missbrauch unter 0800 / 22 55 530, der Weisse Ring täglich von 7 bis 22 Uhr unter 116 006.
Kinder und Jugendliche erreichen die „Nummer gegen Kummer“ unter 116 111, Eltern das Elterntelefon unter 0800 / 111 0 550. In Österreich ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter dem Notruf 142 erreichbar (telefonseelsorge.at), „Rat auf Draht“ für Kinder und Jugendliche unter 147, die Frauenhelpline gegen Gewalt unter 0800 222 555 und der Opfer-Notruf des Weissen Rings unter 0800 112 112; abends bietet die Ö3-Kummernummer unter 116 123 von 16 bis 24 Uhr ein offenes Ohr.
In der Schweiz hört die Dargebotene Hand unter Tel 143 rund um die Uhr zu (143.ch, auch per Chat und Mail), Pro Juventute berät Kinder und Jugendliche kostenlos unter 147 (147.ch), und Opfer von Straftaten finden über opferhilfe-schweiz.ch die zuständige kantonale Beratungsstelle. In akuten Notfällen gilt der Notruf 112 (D/A) bzw. 117 (CH).

