Kolumne

YouTube Trend: Songs veröffentlichen

Es ist mittlerweile ein regelrechter Trend unter den YouTubern: Musik machen. Ich beschäftige mich schon länger mit dem Gedanken, was so viele Content Creator dazu bewegt, ihren eigenen Song zu veröffentlichen. Heute gibt es dazu meine Meinung zu hören.

Egal ob große YouTuber wie Julien Bam, ApeCrime, DieLochis, ApoRed, Leon Machére, oder Miguel Pablo. Sie alle machen zum Großteil die unterschiedlichsten Videos. Doch eine Sache verbindet sie alle. Jeder von diesen YouTubern hat bereits eigene Songs und teilweise ganze Alben veröffentlicht. Doch wieso ist dieser „Trend“ so beliebt?

Die Motivation hinter den Songs

Die erste Frage, die ich mir oftmals stelle, wenn ich mal so einen Song höre, ist eigentlich immer die selbe. Wieso macht dieser YouTuber nun auch Musik? Wenn man etwas genauer darüber nachdenkt, ist diese Frage an sich ziemlich leicht zu beantworten. Die dadurch gewonnene Reichweite, ist mit Sicherheit ein entscheidender Faktor. Mein Lieblingsbeispiel dafür ist Bibi H. aka. die YouTuberin BibisBeautysPalace und ihr Song „How It Is (Wap Bap …)“. Dieser hat nach aktuellem Stand über 46 Millionen Aufrufe auf ihrem Kanal.

Viele YouTuber rechtfertigen sich, indem sie erzählen, dass Musik schon immer ihr Ding war. Doch kann man das so stehen lassen? Ich sage: „Ja, teilweise.“

„Musik war halt schon immer mein Ding“

Jeder Mensch hört Musik. Die einen mehr, die anderen weniger. Und jeder Mensch hat auch seine Lieblingsmusikrichtung. Jeder hat schon einmal zu seinem Lieblingssong mitgesungen, ob nur den Refrain oder den ganzen Song ist egal. Und sehr viele hatten bestimmt schon einmal den Traum, selber Musik zu machen. Und letztendlich ist jeder Mensch auch berechtigt, selber Musik zu machen. Wie gut diese dann ist, liegt im meisten Fall vorallem am Geschmack. Ich glaube also nicht, dass dies einfach nur eine Ausrede ist, um den eigenen Song zu rechtfertigen.

Wusstet ihr nicht? Ich war schon früher DJ!

Das selbe Thema, und die selbe Auseinandersetzung haben wir bei dem Thema „DJing“. Nehmen wir als Beispiel den YouTuber rewinside. Am 15.08.2016 veröffentlichte er ein Video, in welchem er seiner Community erzählte, dass er „[…] endlich wieder etwas in die Richtung mache.“ Weiterhin erzählt er, dass er zuletzt vor 5 Jahren am Mischpult gestanden hat. Ob das nun stimmt oder nicht, sei nun einmal dahingestellt. Aber dennoch steht es jedem frei, sich in den Bereichen auszuprobieren, wo und wie man Lust hat. Natürlich hat er aufgrund seiner bestimmt nicht geringen Einnahmen bereits einen Vorteil, was das beschaffen von Euquipment angeht, aber das ist nicht das Problem.

Worin viele ein Problem sehen, ist die bereits durch anderweitige Videos geschaffene Reichweite. Selbes Stichwort, gleiche Konsequenzen. Die meisten Newcomer brauchen viele Jahre, bevor sie zuerst einmal in die Clubs und Diskotheken kommen. Dieses Hobby ist vorallem mit viel Geduld verbunden. Selbstverständlich kommt dort die Eifersucht hoch, wenn eine bekannte Person plötzlich mit dem DJing anfängt und direkt in Clubs, Diskotheken und Festivals kommt. Dadurch kommen wir zum Thema „Berühmt durch Budget„. Yousic äußerte seine Meinung dazu bereits.

Fazit

Hinter jedem Song steckt irgendwo jemand, der besonders auf das Geld aus ist. Ob es nun der Manager, das Label, oder der Künstler selber ist. Das wichtigste ist, dass der Künstler selber auch hinter seiner Musik steht, diese mit Leidenschaft produziert und vorallem Spaß daran findet. Egal ob man nun Rapper, Sänger, Produzent oder DJ ist. Ich glaube aber nicht, dass jeder YouTuber, der Musik macht nur auf das Geld aus ist. Es gibt mit Sicherheit genug Content Creator, die mit Spaß und Fleiß an die Sache heran gehen. Egal, ob Anfänger oder Profi. Musik ist etwas, das uns alle verbindet.

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Oliver
Oliver
Polizist und Feuerwehrmann waren gestern. Oliver wollte lieber Redakteur werden und lebt mit 19 Jahren diesen Traum in Berlin aus.
http://www.yousic.news

3 Kommentare bei “YouTube Trend: Songs veröffentlichen

  1. YouTuber, die auf einmal mit Musik anfangen ist heute einer der bekanntesten „Trends“. Sie machen es, wie du es geschrieben hast, um Reichweite zu bekommen.
    Ich nehme mal das Beispiel ApoRed, Leon Maschere und Katja. ApoRed fing an und später folgte Leon dazu, dann etwas später auch Katja. Natürich gibt es noch zahlreiche andere, aber das sind gerade die, die mir in den Kopf geschossen kommen. Ich will nicht damit sagen, dass die Lieder, die sie gemacht haben, schlecht sind. Im Gegenteil sie wurden zu legenden und viele Menschen feierten die Songs von Ihnen, obwohl sie vielleicht „dumm, schrecklich und unmusikalisch“ waren. Sie bekamen durch die Songs eine menge an „Fans“.
    YouTuber gehen öfter gerne den Trends hinterher, deswegen ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann ein nächstes Musikvideo von irgendwem heraus kommt.
    Viele Musikvideos können einen auch zum lachen und zum schmunzeln bringen etc.
    Ich finde, dass YouTube ohne Musik nicht dasgleiche ist. YouTube und Musik muss es zusammen geben.
    Guter Artikel!

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