Allgemein Kolumne

Mixcloud – Re-think Radio?

Mixcloud, gegründet im Jahr 2008 in London, England ist ein Streaming Dienst und konnte sich mit der Zeit immer mehr auf dem Markt etablieren. Auf der besagten Plattform ist es möglich, sich Radio Shows, DJ Mixes und Podcasts kostenfrei, ohne Werbeunterbrechung und legal anzuhören.

In diesem Artikel gebe ich meine persönliche Meinung wieder. Ich nutze Mixcloud seit mehreren Jahren selber und habe selber nicht wirklich negative Erfahrungen gemacht. Ich gehe deshalb auch nicht objektiv an diese Kolumne, werde allerdings auch Kritikpunkte ansprechen.

Wie auch mein geschätzter Kollege Fabian, bin ich in meiner Freizeit DJ und veröffentliche gelegentlich ein paar Aufnahmen. Zugegeben: es ist wie auf YouTube. Nur früher, vor noch gut 5 Jahren. Die größten Kanäle haben nicht einmal annähernd eine Millionen Abonnenten, oder wie auf Mixcloud: Follower.

Die Stärke der Plattform: Vielfalt

Passt denn überhaupt der Slogan “Re-think Radio”? Nun, es gibt nicht einmal in Radios, zumindest in öffentlich-rechtlichen Radios so viel Vielfalt, was die Musik angeht, wie auf Mixcloud. Wir bekommen hier wirklich jede Musikrichtung. Egal ob als DJ-Mix, Podcast, oder komplett neu erfundene Varianten. Auch Talk-Shows gibt es vermehrt. Und auch die Kategorien dieser Shows genießen großen Erfolg.

An Musikgenres wird uns mittlerweile alles geboten, was es auf dem Markt gibt. Angefangen bei Pop, weiter mit Klassik, Jazz, Soul, Rock, Hip Hop, EDM, Techno bis zu Hardstyle, Hardcore und noch mehr. Die Auswahl ist riesig.

Auch die Talk-Shows haben einiges an Auswahl zu bieten. Egal ob es um Sport, Comedy, Wissenschaften, News, oder politische Themen geht. Der Unterschied ist, die Shows sind nicht monetarisiert und werden deshalb auch nicht entmonetarisiert, weil dort ein kleines böses Wort gesagt wird. *zwinker*

Mixcloud Logo
Quelle: support.mixcloud.com | Mixcloud’s Logo

Charte durch mit eigenen Shows

Was Mixcloud meiner Meinung nach außerdem zu einer wundervollen Plattform macht, ist das Chartsystem. Das ist ein ähnliches System, wie auf YouTube die Trends. Hierbei geht es neben der Zeit, wie lange ein Zuhörer deine Show hört auch um die Anzahl der Likes, Shares und der allgemeinen Zuhörerzahl. Außerdem darf der Mix, oder der Podcast maximal eine Woche veröffentlicht sein.

Allerdings hat nicht jede Musikrichtung ihr eigenes Chartsystem. Hands Up & Dance hat zum Beispiel keines. Dafür sind zahlreiche andere Genres vertreten, wie zum Beispiel Hardstyle. Selbst die Kategorie “Bootlegs” besitzt eines. Jedoch geht es dort nur bis zum Platz 20. Die meisten anderen Genres gehen sogar bis Platz 100. Wie einfach, oder wie schwer es ist in die Charts zu kommen, kann ich zumindest nicht genau sagen. Ich selber war mit meinen eigenen Hardstyle & Bootleg Shows mehrmals in den Charts. Selten gehen meine Shows über die 50 Zuhörer und trotzdem landeten ein, oder zwei in den Charts.

YouTube oder Mixcloud?

Mixcloud ist auf dem Vormarsch. Verdrängen sie irgendwann YouTube? Oder zumindest die Musikbranche? Ich glaube eher nicht. Es gibt Menschen, die glauben das, allerdings kann man YouTube auch nicht mit Mixcloud vergleichen. Der Slogan von dem Londoner Unternehmen ist schließlich “Re-think Radio” und nicht “Re-think Videos”. Es geht hier hauptsächlich um die Tonspuren, nicht um die Videos. Das Hardstyle Label und Konzertveranstalter Q-dance ist mit großen Erfolg auf beiden Plattformen aktiv.


Was sagen wir nun in unserem Fazit? Ich selber nutze Mixcloud sehr oft und gerne. Als Zuhörer, aber auch als “Uploader” selbst. Es ist einfach und unkompliziert und geht zumindest bei einer normalen Internetleitung recht schnell. Schnell ein Titel hinzugefügt, einen kleinen Text als Beschreibung angegeben und noch die Tags gesetzt. Wenn du ein DJ, Radiomoderator oder jemand ähnliches bist, dann lege ich dir Mixcloud sehr ans Herz.

Übrigens: Noch ab diesem Jahr wird Yousic in einem eigenen Podcast auf Mixcloud über Dinge sprechen, die in der Musikbranche dieses Jahr vorgefallen sind. Alle Infos dazu bekommst du in nächster Zeit in einem eigenen Artikel.

Oliver
Oliver
Oliver ist Geschäftsführer und Gründer vom Yousic Media Network. Innerhalb von Yousic agiert er als Sales- & Content Manager und kümmert sich um alle Designelemente sowohl im Vordergrund, als auch im Hintergrund. Desweiteren verfasst er die Corporate Beiträge.
http://www.yousic-media.net

Ein Kommentar zu “Mixcloud – Re-think Radio?

  1. Interessant!
    Ich habe noch nie von Mixcloud gehört und ich bin jetzt am überlegen, da mal vorbei zu schauen.
    Der Artikel hat mich sehr stark zum überlegen gebracht, ob ich es denn nicht mal ausprobiere bei Mixcloud Musik zu hören. Natürlich kann man es nicht mit YouTube vegleichen, da, wie du schon erwähnt hast, YouTube Videos beinhaltet und Mixcloud nur Tonspuren.
    Guter Artikel! Danke für den kleinen Einblick in Mixcloud!

    LG
    Sarah

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