Kolumne

DJs: Berühmt durch Budget?

Das man in der heutigen Zeit als DJ nicht mehr wirklich groß rauskommen kann, ist vermutlich den meisten bekannt. Doch was muss man dann tun, wenn man’s wirklich schaffen will?

Mit diesem Thema habe ich mich schon etwas länger befasst: Als DJ etwas “reißen”, als DJ “groß” rauskommen, dies ist heutzutage kaum noch möglich ohne viel Geld oder großem Einfluss. So las ich zum Beispiel vor Kurzem auf Facebook einen Post, in dem ein amerikanischer Newcomer schrieb, dass ein Kollege von ihm, welcher aus Holland käme, durch seine Eltern einen “Ghostproducer” und einen Platz auf einem Festival gekauft bekam. So etwas ist anscheinend heute die Norm, so meine Auffassung. Ob das Stimmt, das wollte ich überprüfen.

Mehrere DJs haben ihre Meinung dazu kund getan

Ich schrieb also auf einem der vielen Social Media Networks ein paar meiner Kollegen an. Einige sind Freunde, andere kenne ich maximal aus einer Facebook-Gruppe. Die einen sind schon recht erfolgreich in dem was sie tun, die anderen sind gerade am Anfang ihrer Karriere. Auch die Orte, an denen sie auflegen sind grundverschieden: DJ Nizefaderz ist ein “Wohnzimmer-/Radio-DJ” während andere auch in so einigen bekannten Clubs auflegen.

Hier mal einige Zitate und Meinungen der DJs: (die Zitate sind original übernommen)

“Nun, ich bin geteilter Meinung. Einerseits gebe ich dir Recht, aber andererseits gibt es zum Beispiel bei einigen Festivals (Pumpkin, Dominator 2017 hab ichs bereits mitbekommen) einen Newcomer Contest. Allerdings sehe ich das auch wieder kritisch, weil du zwar auf einem Festival auflegen darfst, aber dann zum Beispiel oftmals erst um 03:00 Uhr oder so.”
– DJ Nizefaderz

“Kommt drauf an. Mit dem nötigen Know-How schon. Es ist vermutlich wichtiger Connections zu haben, anfangs geht’s in die Clubs, später, nach etwas Arbeit, geht’s dann auf die Festivals.”
– DJ Toxtune

“Ja, defintiv. Jedes Kleinkind kriegt heute schon Equipment, gibt sich als DJ aus. Auch der illegale Downloadmarkt ist ein grundsätzliches Problem. Rentabilität erfordert Investition – und um Geld damit zu machen, braucht es seine Zeit. Man muss sich wirklich hocharbeiten, es ist nicht unmöglich, es wird nur immer schwerer. Gerade die Anfangszeit (die ersten 2-6 Jahre) ist die schwerste Zeit. Hierbei scheitern die meisten an dem ausbleibenden Erfolg und der daraus resultierenden fehlenden Motivation.”
– Tim G.

Diese Meinungen zeigen uns, dass wir mit der Vermutung und der These nicht alleine dastehen. Viele andere DJs sind der selben Meinung, dass man heutzutage nur noch berühmt wird, wenn man wirklich bekannte Kontakte hat.

Doch wie kann ein DJ dann “berühmt” werden?

Zuerst einmal: Allein durch das Auflegen wird vermutlich keiner mehr wirklich berühmt, denn um berühmt zu werden muss man sich abheben von der Masse. Man braucht etwas Einzigartiges. Einzigartig ist dann eher ein eigener Song oder Beat – aber um das umzusetzen braucht man erst einmal die nötige Erfahrung.

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Fabian
Fabian
Fabian ist in der Geschäftsführung und der Redaktion von Yousic tätig. Außerdem ist er eine der Stimmen aus dem Podcast. Er wohnt in der Nähe von Oldenburg und arbeitet als Programmierer sowie DJ.
http://www.yousic-media.net/

3 thoughts on “DJs: Berühmt durch Budget?

  1. Ich war bis jetzt nur in einem einzigen Club wo ein DJ war, aber mehr auch nicht. Ein DJ zu sein heißt nicht nur gute Stimmung zu überbringen, sondern auch nicht die Kontrolle zu verlieren, wenn mal etwas falsch läuft. Es gibt immer sehr gute DJ’s, aber halt auch schlechte. Das ist Geschmackssache!
    Ich selbst muss sagen, dass ich es cool finde in der Vorstellung zu leben selbst ein DJ zu sein :D, aber es wäre eindeutig nichts für mich sei, haha 😀
    Guter Einblick ins DJ-Leben 🙂

    LG
    Sarah

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